Volkshilfe: 221.000 Kinder von Schimmel in Wohnungen betroffen

Volkshilfe: 221.000 Kinder von Schimmel in Wohnungen betroffen

Es leben in Österreich 88.000 Kinder & Jugendliche in Armut, was auch ihre Gesundheit beeinträchtigt. Die Primärversorgung spielt dabei eine wichtige Rolle, um Unterstützung zu bieten. Bei einem Webinar der Plattform Primärversorgung an der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) wurde darauf hingewiesen, dass Programme wie der Wohnschirm, Frühe Hilfen, Gesund aus der Krise oder das Schulstartpaket hilfreich sein können. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) betonte die Bedeutung der Primärversorgung als erste Anlaufstelle für Betroffene.

 

Langfristige Folgen und hohe Kosten

Die Folgen von Kinderarmut begleiten Betroffene ein Leben lang und wirken sich auch auf die Gesundheit im Erwachsenenalter aus. Rauch unterstrich die Notwendigkeit, allen Kindern dieselbe Chancen auf ein gesundes Leben zu ermöglichen. Hanna Lichtenberger von der Volkshilfe wies darauf hin, dass 221.000 Kinder in feuchten, schimmeligen Wohnungen leben, was das Risiko für allergische Reaktionen und Asthma erhöht. Die Kosten für die medizinische und therapeutische Versorgung sind hoch, oft fehlen Kassenplätze oder die Wartezeiten sind einfach zu lang. Laut OECD kosten die Folgen von Kinderarmut die Gesellschaft jährlich 17,2 Milliarden Euro, wobei über die Hälfte auf gesundheitliche Folgen entfällt.

 

Frühe Entwicklungsstadien und gesundheitliche Risiken

Der Kinderarzt Harald Geiger erläuterte, dass die Bedingungen in den frühen Entwicklungsstadien, sogar vor der Geburt, die Gesundheit stark beeinflussen. Armut führt zu biologischen Veränderungen, die das Risiko für chronische Krankheiten im Erwachsenenalter steigern. Geiger empfahl eine leicht zugängliche, zuzahlungsfreie und idealerweise teambasierte Primärversorgung, wie sie in Kinder-PVE angeboten wird, um diese Auswirkungen zu mildern.

 

Schlussfolgerung

Kinderarmut in Österreich hat erhebliche gesundheitliche Folgen, die langfristig wirken und hohe Kosten verursachen. Die Primärversorgung bietet eine wichtige Basis, um betroffene Kinder frühzeitig zu unterstützen und die gesundheitlichen Auswirkungen von Armut zu reduzieren. Programme und Maßnahmen müssen verstärkt werden, um allen Kindern gleiche Chancen auf ein gesundes Leben zu ermöglichen.

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