Regierung halbiert Strompreisbremse

Regierung halbiert Strompreisbremse

Die Regierung reagiert auf die sich entspannende Lage auf dem Strommarkt, indem sie den Zuschuss für die Strompreise reduziert. Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) und Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) gaben am Mittwoch bekannt, dass die Förderung halbiert wird. Gleichzeitig werden die Maßnahmen zur Stromkostenbremse und Zufallsgewinnabschöpfung verlängert.

Grundsätzlich werden bis zum Jahresende die ersten 2.900 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr für jeden Haushalt weiterhin subventioniert. Allerdings wird die Förderung ab dem 1. Juli von bis zu 30 auf maximal 15 Cent pro kWh reduziert. Die Obergrenze des Energiepreises, bis zu dem die Bremse wirkt, sinkt von 40 auf 25 Cent.

Für die ersten 2.900 kWh Strom, was etwa 80 Prozent des durchschnittlichen Stromverbrauchs entspricht, sollen Haushalte pro Jahr letztendlich nur noch zehn Cent pro kWh zahlen. Nach der neuen Regelung bedeutet dies: Wer 25 Cent pro kWh zahlen muss, erhält 15 Cent zurück. Bei 30 Cent sind es ebenfalls 15 Cent, und bei 20 Cent erhält man zehn Cent.

Haushalte mit mehr als drei Personen erhalten zusätzlich einen Zuschuss von 52,50 Euro pro Person und Jahr. Einkommensschwache Haushalte profitieren davon, dass 75 Prozent der Netzkosten entfallen. Obwohl der Strompreis seit der Einführung der Bremse im Herbst 2022 stark gefallen ist, hat er noch nicht das Vorkrisenniveau erreicht.

Die Regierung hofft, dass diese Maßnahme ein Anreiz für Stromanbieter ist, ihre Preise zu senken und den Wettbewerb bei Endkundentarifen zu fördern. Gewessler ermutigt dazu, aktiv nach besseren Angeboten auf dem Strommarkt zu suchen. Auf der Website der E-Control können Haushalte prüfen, ob es günstigere Verträge als den aktuellen gibt.

Die Regierung betont, dass viele Neuverträge bereits Preise unter 25 Cent pro Kilowattstunde haben. Die Strompreisbremse wird weiterhin direkt über den Energieanbieter abgerechnet, und die vorgeschlagenen Änderungen sollen in den nächsten Tagen in die Begutachtung gehen. Gewessler verteidigt die Beschlüsse und betont das Bestreben, unter den aktuellen Umständen optimal zu helfen, dabei jedoch sorgsam mit den Steuergeldern umzugehen.

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