Österreichs erste Kanzlerin Brigitte Bierlein verstorben

Österreichs erste Kanzlerin Brigitte Bierlein verstorben

Brigitte Bierlein, die erste österreichische Bundeskanzlerin, ist kurz vor ihrem 75. Geburtstag nach einer kurzen schweren Erkrankung verstorben. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH), dem sie 16 Jahre angehörte, bestätigte den Tod am Montag.

Würdigungen von Politikern und Präsidenten

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und Bundespräsident Alexander Van der Bellen würdigten Bierlein als mutige und aber auch verantwortungsbewusste Führungspersönlichkeit, die in schwierigen Zeiten Stabilität brachte. Van der Bellen betonte, dass Bierlein in vielen Funktionen der Republik treu gedient habe und ein Vorbild für einige Mädchen und Frauen sei.

 

Beeindruckende juristische Karriere

Bierlein hatte eine lange Karriere als Juristin, darunter auch als Generalanwältin bei der Generalprokuratur und als Vizepräsidentin des VfGH. 2018 wurde sie Präsidentin des VfGH und im Juni 2019, nach dem Ibiza-Skandal, zur Bundeskanzlerin ernannt. Sie führte Österreich ruhig zu Neuwahlen und endete danach ihre öffentliche Karriere.

 

Beileidsbekundungen aus der Politik

Einige politische und gesellschaftliche Führungspersönlichkeiten, darunter Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP), sprachen ihr Beileid aus und betonten Bierleins Verdienste um die Republik. Die österreichische Flagge auf dem Bundeskanzleramt wurde auf halbmast gesetzt.

 

Engagement für den Rechtsstaat und Gesellschaft

Auch Persönlichkeiten wie VfGH-Präsident Christoph Grabenwarter und Rechnungshof-Präsidentin Margit Kraker würdigten Bierleins Einsatz für den Rechtsstaat. Neben ihrer beruflichen Laufbahn engagierte sie sich ehrenamtlich, etwa in der Unabhängigen Opferschutzkommission gegen Gewalt und Missbrauch sowie in der Bundestheater-Holding.

 

Eine tiefe Lücke hinterlassen

Bierleins Tod hinterlässt eine große Lücke in der österreichischen Politik und Gesellschaft. Ihr Engagement und ihre Führungsstärke in schwierigen Zeiten bleiben unvergessen.

 

 

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