Krankenstände kosten jährlich 5 Milliarden Euro und steigen weiter an

Krankenstände kosten jährlich 5 Milliarden Euro und steigen weiter an

Anstieg der Krankenstände in Österreich
Die Krankenstände in Österreich sind 2023 enorm gestiegen. Laut dem Fehlzeitenreport des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo) verbrachten unselbstständig Beschäftigte im Durchschnitt 15,4 Kalendertage im Krankenstand, ein Anstieg von 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und 24,6 % mehr als 2021.

Ursachen des Anstiegs
Seit der Pandemie haben insbesondere Atemwegserkrankungen und Grippe zu mehr Krankenständen geführt. Ein weiterer Grund ist die Aufnahme von COVID-19 in die Krankenstandsstatistik ab August 2022. Atemwegserkrankungen machten 2023 die Hälfte aller Krankenstandsfälle aus und dauerten im Schnitt 5,4 Tage. Psychische Erkrankungen verursachten längere Ausfälle, durchschnittlich 37 Tage pro Fall.

Zunahme der Kurzkrankenstände
Kurzkrankenstände sind stark angestiegen: 2023 gab es 680 Kurzkrankenstände je 1000 Versicherten, im Vergleich zu 358 im Jahr 2008. Die durchschnittliche Dauer eines Krankenstands hat sich von 18 Tagen im Jahr 1970 auf 9,3 Tage 2023 reduziert.

Wirtschaftliche Auswirkungen
Die Kosten der Krankenstände für Unternehmen werden auf 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2022 geschätzt, was 1,2 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht. Ein Krankenstandstag kostet Unternehmen im Schnitt 250 Euro. Die Wirtschaftskammer fordert daher, dass für den ersten Krankenstandstag kein Lohn oder Gehalt gezahlt wird, um den wirtschaftlichen Schaden zu reduzieren und den Arbeitskräftemangel nicht weiter zu verschärfen.

Die steigenden Krankenstände stellen eine große Herausforderung dar. Maßnahmen zur Reduzierung der Ausfallzeiten und zur korrekten Handhabung von Krankenständen sind dringlich erforderlich.

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