Fritzl – Staatsanwaltschaft verzichtet auf Beschwerde

Fritzl – Staatsanwaltschaft verzichtet auf Beschwerde

Nach einer privaten Anhörung in der Justizanstalt Stein und unter Berücksichtigung des Gutachtens von Adelheid Kastner hat ein Drei-Richterinnen-Senat beschlossen, Josef Fritzl eine zehnjährige Probezeit zu geben. Es wurde festgestellt, dass aufgrund seines fortschreitenden geistigen und körperlichen Verfalls keine Gefährlichkeit mehr von ihm ausgeht, die eine Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum erforderlich macht.

Eine Entlassung in die Freiheit wurde jedoch abgelehnt, da Zweifel an seiner künftigen Deliktsfreiheit bestehen aufgrund seiner „beispiellosen kriminellen Energie“. Es mangelt an Erfahrung im Entlassungsvollzug und an einer geeigneten Wohnmöglichkeit mit einem unterstützenden sozialen Umfeld. Der Inzestfall von Amstetten, in dem Fritzl seine Tochter 24 Jahre lang gefangen hielt und mit ihr sieben Kinder zeugte, sorgte weltweit für Entsetzen. Fritzl wurde 2009 in St. Pölten zu lebenslanger Haft verurteilt und aufgrund seiner Gefährlichkeit im Maßnahmenvollzug untergebracht.

– Teil mit dem Welt –

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