EuGH: Jagdverbot auf Wölfe in Österreich

EuGH: Jagdverbot auf Wölfe in Österreich

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied am Donnerstag, dass der Wolf in Österreich weiterhin nicht gejagt werden darf.

Bedingungen für Abschuss

Ausnahme vom Jagdverbot kann nur gewährt werden, wenn die Wolfspopulation in einem günstigen Erhaltungszustand ist. Diese Bedingung ist in Österreich nicht erfüllt, so der EuGH.

Hintergrund des Urteils

Tierschutzorganisationen legten Beschwerde ein, nachdem die Tiroler Landesregierung 2022 einen Wolf zum Abschuss freigab. Das Tiroler Landesverwaltungsgericht wandte sich daraufhin an den EuGH zur Klärung des EU-Rechts.

Gleichheitsgrundsatz geprüft

Die Richter in Luxemburg stellten klar, dass es nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz verstößt, wenn Wölfe in manchen europäischen Ländern weniger streng geschützt sind als in Österreich. Österreich habe bei seinem EU-Beitritt 1995 keine Vorbehalte gegen den hohen Schutzstatus angemeldet.

Reaktionen auf das Urteil

Der WWF Österreich und ÖKOBÜRO begrüßten das Urteil. Christian Pichler vom WWF betonte, dass bei streng geschützten Arten wie dem Wolf der Herdenschutz Vorrang habe und der Abschuss nur das letzte Mittel sein dürfe.

Die Tiroler Landesregierung zeigte sich vor dem Urteil gelassen und erwartete keine gravierenden Auswirkungen auf die derzeitige Praxis.

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