Debatte um Verbot von Nikotinbeuteln

Debatte um Verbot von Nikotinbeuteln

In Kärnten gibt es derzeit heftige Aussprachen zwischen den Parteien über ein Werbe- und Verkaufsverbot für Tabak-Ersatzmittel. Während die SPÖ ein Verbot von Nikotinbeuteln unterstützt, begrüßt sie gleichzeitig die Legalisierung von Cannabis, was auf Unverständnis bei der FPÖ stößt.

Nach einem Beschluss des Salzburger Landtags, der den Erwerb, Konsum und die Weitergabe von Nikotinbeuteln an Jugendliche unter 18 Jahren verbietet, möchte auch die SPÖ in Kärnten tabakfreie Ersatzprodukte wie Nikotinbeutel oder E-Zigaretten ins Visier nehmen, um Jugendliche zu schützen. Landesrätin Beate Prettner betont, dass besonders Nikotinbeutel zu gefährlichem Mischkonsum mit Alkohol und Tabletten bei Jugendlichen führen könnten: „Junge Menschen haben derzeit nicht das nötige Bewusstsein dafür, wie wir immer wieder feststellen.“ Daher besteht die Gesundheitsreferentin auf ein Verbot von Nikotinbeuteln, einschließlich eines Werbe- und Verkaufsverbots.

Diese Position ruft die FPÖ auf den Plan, die das Vorgehen als übertrieben kritisiert. FPÖ-Chef Erwin Angerer äußert Unverständnis darüber, dass die SPÖ einerseits die Legalisierung von Cannabis, einer potenziellen Einstiegsdroge, durch ihren Parteivorsitzenden Andreas Babler unterstützt, während andererseits Nikotinbeutel verboten werden sollen. Angerer fragt provokativ, ob als nächstes auch Alkohol- und Zigarettenverbote folgen sollen, und fordert die SPÖ auf, sich stärker auf den Kampf gegen Drogensucht und Dealer zu konzentrieren.

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