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Behördenmitarbeiter im Visier: Ermittlungen wegen Hundebox-Vorfall

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Die Staatsanwaltschaft Krems hat begonnen, gegen zwei Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft Waidhofen a. d. Thaya zu ermitteln, wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch im Zusammenhang mit einem Fall, in dem ein 14-jähriger Junge von seiner Mutter im Waldviertel misshandelt worden sein soll. Die beiden Sozialarbeiter, die mit dem Fall befasst waren, werden als Verdächtige geführt. Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben.

Der Fall hatte zuvor eine Reihe von Gefährdungsmeldungen ausgelöst, und es gab unangekündigte Hausbesuche seitens der Kinder- und Jugendhilfe. Trotz festgestellter Auffälligkeiten sahen die Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft keinen Grund für eine sofortige Maßnahme.

Ein Anwalt des Opfers hat außergerichtlich Schadensersatzansprüche gegen das Land Niederösterreich geltend gemacht, basierend auf dem Vorwurf, dass die Behörden unzureichend auf die lebensbedrohliche Situation des Jungen reagiert hätten.

Die Landesregierung hat eine erneute Prüfung des Falls angeordnet, um sicherzustellen, dass alle rechtlichen und fachlichen Standards eingehalten wurden. Ein Expertenbericht wurde der Staatsanwaltschaft übergeben, und die Untersuchung des Falls wird fortgesetzt.

Der Fall erregte landesweit Aufsehen, da die Mutter des Jungen angeklagt ist, ihn schwer misshandelt zu haben. Sie wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt, während ihre Freundin als Komplizin 14 Jahre Haft erhielt. Beide Urteile sind jedoch noch nicht rechtskräftig.

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