Wien

Zukunftsrat Hernals: Anmeldung ab 9. November möglich

Hernalser:innen können sich bis 25. November für den Zukunftsrat registrieren. 16 ausgeloste Personen ab 16 Jahren sollen ein Zukunftsbild für das Zusammenleben im Bezirk entwickeln.

Von Redaktion 2 Min. LesezeitKI-unterstützt, redaktionell geprüft
Zukunftsrat Hernals: Anmeldung ab 9. November möglichKI
Zukunftsrat Hernals: Anmeldung ab 9. November möglich · KI-generierte Illustration

In Hernals beginnt in der Woche ab 9. November 2026 die Einladung zum neuen Zukunftsrat: Alle Hernalser:innen erhalten eine amtliche Mitteilung und können sich bis 25. November registrieren. Laut Aussendung der Stadt Wien sollen 16 ausgeloste Bewohner:innen ab 16 Jahren ein Zukunftsbild für das Zusammenleben im Bezirk erarbeiten. Organisiert wird das Verfahren vom Büro für Mitwirkung der Stadt Wien gemeinsam mit der Bezirksvorstehung Hernals.

Wie die Teilnahme funktioniert

Aus den eingelangten Registrierungen werden bis 18. Dezember die 16 Mitglieder sowie vier Ersatzmitglieder per Zufallslosung bestimmt. Dabei werden Kriterien wie Gender, Alter, Bildungsabschluss, Einkommen und Erwerbsstatus berücksichtigt. Ziel ist eine möglichst vielfältige Zusammensetzung des Zukunftsrats.

Das Verfahren soll insbesondere auch Menschen einbeziehen, die bei herkömmlichen Beteiligungsangeboten seltener zu Wort kommen. Die Stadt verweist dabei auf jene 37 Prozent der Hernalser:innen, die kein volles Wahlrecht haben. Für ihre Mitarbeit erhalten die Mitglieder eine Aufwandsentschädigung; deren Höhe nennt die Aussendung nicht.

Welche Termine vorgesehen sind

Der Zukunftsrat startet am 22. Jänner 2027 mit einem Kennenlernen. Am 23. Jänner folgt der erste Sitzungstag, am 13. Februar der zweite.

Die Ergebnisse werden am 25. Februar 2027 bei einem öffentlichen Zukunftscafé präsentiert und diskutiert. Anschließend werden sie den politisch Verantwortlichen übergeben und dem Mitmachnetzwerk Hernals vorgestellt. Das erarbeitete Zukunftsbild soll als Orientierung für künftige Vorhaben dienen.

Was bisher im Bezirk erhoben wurde

Grundlage für die Arbeit sind auch die Ergebnisse der vorangegangenen Beteiligungsphase von Mai bis September 2026. An der Online-Befragung nahmen 825 Menschen teil. Antworten waren in den fünf meistgesprochenen Sprachen des Bezirks möglich.

Ergänzend wurden bei 13 Veranstaltungen und aufsuchenden Angeboten insgesamt 164 Themenkarten ausgefüllt. Dazu zählten Gemeindebau-Sprechstunden, Grätzlfeste und der Wiener Demokratietag am Dornerplatz.

Als wichtige Themen nannten die Online-Teilnehmer:innen Parks und Natur, den öffentlichen Raum, einen kühlen Sommer sowie die Mobilität im Bezirk. Geschätzt wurden außerdem die Lage zwischen Stadt und Natur und die Vielfalt der Grätzln und ihrer Bewohner:innen.

Warum die Ergebnisse nicht alle gleich abbilden

Die Auswertung zeigt laut Stadt auch Grenzen der Online-Beteiligung: Menschen mit höherem Bildungsabschluss, Wahlberechtigte und Personen zwischen 30 und 64 Jahren waren überrepräsentiert. Die Angebote vor Ort erreichten hingegen häufiger jüngere Menschen und Menschen mit Migrationsbiografie.

Von den online Befragten leben 53 Prozent seit mehr als zehn Jahren in Hernals. Zwei Drittel geben an, im Alltag alles im Bezirk zu finden. 74 Prozent arbeiten allerdings außerhalb von Hernals. Diese Angaben beziehen sich auf die Online-Teilnehmer:innen, nicht auf die gesamte Bezirksbevölkerung.

Wie das Projekt eingebettet ist

Der Zukunftsrat ist Teil des Pilotprojekts „Bezirk mit Wirkung“, mit dem die Wiener Demokratie-Strategie auf Bezirksebene umgesetzt wird. Das zuständige Büro für Mitwirkung ist in der Abteilung Energieplanung der Stadt Wien, der MA 20, angesiedelt. Die Erfahrungen aus Hernals sollen in die Weiterentwicklung der Wiener Beteiligungsstrukturen einfließen.

Weitere Projektinformationen: https://mitwirkung.wien.gv.at/bezirk-mit-wirkung

Quelle: Presse-Service der Stadt Wien

Zukunftsrat HernalsBürgerbeteiligung WienBezirk mit WirkungHernalsMitwirkungZukunftscafé

Weiterlesen