Heurige in Wien: Die besten Bezirke, Regeln und was man wissen muss
Wo gibt es die schönsten Heurigen in Wien? Grinzing, Neustift, Stammersdorf & Co. im Überblick – plus Regeln zu Aus'steckt, Öffnungszeiten und eigenem Essen.
KI-generiertWien ist die einzige Weltstadt mit nennenswertem Weinbau im Stadtgebiet – rund 600 Hektar Weingärten liegen innerhalb der Stadtgrenze. Dazu gehören die Heurigen: Weinlokale, in denen Winzerinnen und Winzer ihren eigenen Wein ausschenken. Der Name kommt vom „heurigen“, also diesjährigen Wein.
Die bekanntesten Heurigenorte liegen im 19. Bezirk (Döbling): Grinzing ist der Klassiker mit den meisten Lokalen, Neustift am Walde und Sievering wirken ruhiger und familiärer. Im 21. Bezirk (Floridsdorf) lockt Stammersdorf mit seinen Kellergassen, im 23. Bezirk (Liesing) laden Mauer und Rodaun zu gemütlichen Abenden.
Ein Heuriger darf nur dann geöffnet haben, wenn er „ausg'steckt“ ist – erkennbar am Besen oder Kranz über dem Eingang. Die Öffnungszeiten sind gesetzlich begrenzt, deshalb wechseln die Termine je nach Betrieb. Serviert wird ausschließlich eigener Wein, dazu gibt es meist ein Buffet mit Brettljause, Aufstrichen und warmen Schmankerln.
Eine beliebte Besonderheit: Bei vielen Heurigen dürfen Gäste ihr eigenes Essen mitbringen – gekauft wird nur der Wein. Das ist Tradition und macht den Heurigenbesuch auch für größere Gruppen erschwinglich. Reservieren lohnt sich vor allem an Wochenenden im Herbst, wenn die Weingärten besonders schön sind.
Anreise-Tipp: Fast alle Heurigenorte sind mit den Öffis erreichbar – etwa mit der Straßenbahn nach Grinzing oder dem Bus nach Stammersdorf. So bleibt der Heurigenabend entspannt, und niemand muss auf das zweite Glas Grüner Veltliner verzichten.


